Ausstellung „SCHAUPLATZ KÖRPER 2.0“

Zur Ausstellung „SCHAUPLATZ KÖRPER 2.0 zeigen

wir zeigen in unseren Räumlichkeiten Arbeiten der Künstlerinnen
Christina Boula • Sevda Chkoutova • Elke Krystufek • Rita Nowak • Evamaria Schaller • Carolee Schneemann • Annegret Soltau • Monika Supé

Vernissage: 22.11.2019, 19 Uhr - Es spricht Roman Grabner, Universalmuseum Joanneum

Ausstellungsdauer: 23.11.2019 – 11.01.2020
Wo: Bürgergasse 5, 8010 Graz

 

Ausstellung „SCHAUPLATZ KÖRPER 2.0“

Gleichzeitige Eröffnung mit unserer Nachbargalerie Kunst & Handel die Arbeiten von Günter Brus • Christian Eisenberger • Adolf Frohner • Felix Kalmar • Othmar Krenn • Roberto Kusterle •   Mara Mattuschka  • Otto Muehl  • Friederike Jeanne Nestler-Rebeau • Norbert Nestler • Hermann Nitsch  • Burgis Paier  • Arnold Reinisch • Arnulf Rainer • Rudolf Schwarzkogler • Gustav Troger • Alexandra Wacker • Matta Wagnest zeigen.

SCHAUPLATZ KÖRPER 2.0 | Die gemeinsame Ausstellung der Galerie Kunst & Handel und der Galerie Heimo Bachlechner führt drei Generationen von Künstlerinnen und Künstlern zusammen, in deren Fokus der menschliche Körper als Ausdrucksträger steht, ob als Ausschnitt, als Fragment, als Konstruktion oder als Metapher. Das Bedeutungsfeld des Körpers mit all seinen biologischen und sozialen Implikationen ist natürlich nahezu unermesslich. Im gesellschaftlichen Kontext fungiert er immer mehr als Statussymbol, das entsprechend des aktuellen Schönheitsdiktums gestählt, gepflegt und verschönert und im Sinne des neoliberalen Leistungs- und Optimierungsdruck permanent verbessert und erweitert werden muss. Jede Abweichung von der Norm wird mit Skepsis beäugt und in gesellschaftliche Randbereiche verbannt. Der Blick der Künstlerinnen und Künstler dieser Ausstellung gilt genau jenen gesellschaftlichen Abweichungen, gilt dem Körper in seiner Schwäche und Vergänglichkeit, in seinem Getriebensein und seiner Unterwerfung, in seiner Versehrtheit und Kreatürlichkeit. Eingebettet in ein System der Überwachung und Kontrolle und eingespannt zwischen divergierenden Triebkräften – Sehnsüchten und Begierden, Obsessionen und Ekstasen, Eros und Thanatos – wird der eigene Körper zum Ausdrucksträger und zum Ergebnis eines Geschehens, das so persönlich wie politisch ist. 

So unterschiedlich die jeweiligen künstlerischen Zugänge und Blickwinkel sind, lässt sich doch subsummieren, dass der Körper eine Persona skizziert, die von äußeren und inneren Mächten bedrängt scheint. Der Körper erscheint dabei oftmals als Objekt, an dem und mit dem ein Experiment, eine Versuchsanordnung, eine Analyse durchgeführt wird. Das Exponieren, Fragmentieren, Collagieren und Rekombinieren verweist auf die Konstruktion des gesellschaftlichen Körpers und dessen Geschlecht. Das Zurschaustellen des Körpers und die Dramaturgie der Erprobung und Stigmatisierung lassen die Künstler durchaus von dem künden, was Giorgio Agamben in Anlehnung an Walter Benjamin „das bloße bzw. nackte Leben" nannte, die Unterwerfung des Lebens unter eine Macht des Todes, seine unwiderrufliche Aussetzung. Die Aktionsfotografien in der Ausstellung, sowie die durchaus davon beeinflussten Arbeiten der jüngeren Künstlerinnen und Künstler dramatisieren Bilder jener gewaltvollen Bindung von nacktem Leben und souveräner Macht. 

Die Künstlerinnen und Künstler zeigen jedoch auch eine berührende Poesie und Intimität, die dem Körper im Zeitalter der medialen Verfügbarkeit abhanden zu kommen scheint. Soziale Medien wie Youtube, Youporn oder Instagram haben ihn im Fokus der Linse fragmentiert, durch die Art der Präsentation objektiviert und die permanente Präsenz verfügbar gemacht. Der ursprüngliche Bezug zum Körper, das Geheimnis seiner Unverfügbarkeit, die Notwendigkeit seiner Negativität, die Poesie seiner Sprache und die Schönheit seiner Intimität gehen dadurch verloren. Die Entfremdung vom eigenen Körper ist genauso Thema der zahlreichen Arbeiten der Ausstellung wie die Identität, die sich auf ihn begründet und die Frage nach einem glücklichen Leben. Eine Auseinandersetzung mit dem Körper und dem Körpersein bedeutet eine Auseinandersetzung mit dem Menschsein.

Für Maurice Merleau-Ponty ist der Leib, den er als vermittelnde Instanz zwischen Geist und Körper auffasst, ausschließliches Medium und Mittel der Erfahrung von Welt. Es ist mein Leib, durch den ich die (Re)Pression sowie Schönheit der Welt erfahre. Der Körper wird dabei zum Schauplatz. Er ist Fragmentierter und Fragmentierender zugleich, Verletzter und Verletzender, Kontrollierter und Kontrollierender. Durch den eigenen Körper wird die Konstruktion von Gesellschaft und politischer Macht bloß gelegt und gleichzeitig die Auswirkungen, die ihm und Anderen durch dieses Machtsystem zugeführt werden. Oftmals ist es der Körper des Künstlers bzw. der Künstlerin selbst, der im Zentrum der Arbeit steht, doch wie Jean-Luc Nancy geschrieben hat, „jedes Bild weist etwas vom ‚Porträt' auf, weniger, weil es die Züge einer Person reproduziert, sondern vielmehr, weil es zieht (das trait des Porträts leitet sich etymologisch von lateinisch trahere, ‚ziehen' ab), indem es etwas, eine Intimität, eine Kraft hervorzieht. Um hervorzuziehen, entzieht es diese Kraft der Homogenität, indem sie diese ablenkt, sie unterscheidet und sie nach vorne wirft.". Die Ausstellung „Schauplatz Körper 2.0" wirft dem Betrachter eine Intimität entgegen, die im Spannungsfeld von Schönheit und Zerbrechlichkeit, Obsession und Leere, Leidenschaft und Vergänglichkeit angesiedelt ist.

Erwartungshaltungen werden künstlerisch unterlaufen, Vorschriften unterminiert und Widerstand durch Formen des Protests, der Provokation, der Subversion, der Übererfüllung oder der Verweigerung zum Ausdruck gebracht. „Schauplatz Körper 2.0" ist keine interaktive Ausstellung, zeigt aber konzentriert die Auseinandersetzung von KünstlerInnen mit dem gesellschaftlich konditionierten Körper im Angesicht der medialen Omnipräsenz. 


2019-11-12 07:59
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